Ernährung
Die Ernährung meiner Hunde
Die Ernährung ist einer der wichtigsten Bausteine für die Gesundheit meiner Hunde.
Leider vergessen das viele Hundebesitzer und geben diese Verantwortung an die Tierfutterhersteller ab.
Ein Fertigfutter ist eine auf Getreide basierende Nahrung, die scheint leider immer deutlicher durch den enormen Zuwachs an Krankheiten in der Hundewelt in verruf zu geraten.
Krebs, Allergien, Pankreatitis, Pankreas-Insuffizienz, Hautprobleme, Nieren- und Lebererkrankungen, Immunschwäche, Fruchtbarkeits- und Wachstumsstörungen treten immer häufiger auf und lassen sich nicht einfach mit „Überzüchtung“ erklären.
Viele Tierärzte, Züchter und Hundebesitzer sind heute der Meinung, dass Fertigfutter einer der Hauptverursacher eines schlechten Gesundheitszustandes ist, und suchen Alternativen zu Fertigfutterprodukten.
Eine dieser Alternativen, ist die sogenannte BARF- Ernährung.
B.A.R.F. (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter)
Für mich bedeutet es einfach Rohfütterung.
Somit ist B.A.R.F. ein Begriff, der Futter beschreibt, das aus frischen Zutaten vom Hundebesitzer selber zusammengestellt wird und roh verfüttert wird.
Wenn Fertigfutter, dann bitte ein hochwertiges Futter.
Der Hund ist ein Karnivor!
Wie seine Vorfahren, die Wölfe, gehört der Hund zu den Karnivoren. Das heißt außer Fleisch frisst der Wolf Obst, Kräuter, Beeren, Gräser, Wurzeln, Insekten und auch den Kot der Pflanzenfresser. Somit bekommt er alle für ihn lebenswichtigen Nährstoffe: Eiweiß, Fett, Mineralien, Vitamine, Enzyme und Ballaststoffe.
Der Magen des Hundes ist sehr groß. Die Magensäure des Hundes enthält anteilig zehnmal mehr Salzsäure als die des Menschen und hat, mit Nahrung im Magen, einen pH-Wert von unter 1 (Mensch: pH-Wert 4 bis 5). Die Produktion der Verdauungssäfte erfolgt beim Hund durch den Schlüsselreiz Fleisch.
Der Darm des Hundes ist sehr kurz im Vergleich zum Darm des Pflanzenfressers. Die vollständige Verdauung von Fleisch und Knochen dauert beim Hund maximal 24 Stunden, Pflanzenfresser brauchen für die Verdauung vier bis fünf Tage.
Vorteile vom Barfen
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Kein Zahnstein
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Kein übler Hundegeruch
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Weniger Parasiten
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Starkes Immunsystem
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Wesentlich kleinere Kotmengen
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Starke Bänder und Sehnen
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Bessere Muskulatur
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Erleichterung bei arthritischen Erkrankungen
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Weniger Wachstumsprobleme
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Weniger Risiko Von Magendrehungen
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Schönes, gesundes, glänzendes Fell
Was kann man alles füttern?
Flocken Hafer, Gerste, Hirse, Amaranth, Roggen, Weizenkleie, Kokosflocken, Maisgrieß oder Flocken
Fleisch und Knochen:
Rind: Muskelfleisch, Herz, Milz, Niere, Pansen, Blättermagen, Leber, Schlund, Kopffleisch, alle Knochen, insbesondere die weicheren,
Lamm: wie Rind, jedoch nicht Pansen
Huhn: ganze Hühner, Hälse, Rücken, Leber, Herz - nur roh!!
Fisch: ganze Fische, nur roh
Eier: mit Schale, roh
Innereien: nur ein- bis zweimal pro Woche Leber ca. 200 bis 300 g (bei einem Hund von 30 kg)
Pansen/Blättermagen ein- bis zweimal pro Woche
Schweinefleisch meiden oder gut abkochen!!
Gemüse, Salate: Möhren, Zucchini, Broccoli, Keimlinge, Kräuter (Löwenzahn, Brennessel, Schachtelhalm): eigentlich alles, je grüner, desto besser, immer abwechseln.
Rohe Kartoffeln, Avocados und Zwiebeln meiden.
Obst: Äpfel, Bananen, Apfelsinen, Kiwis usw.
Kräuter: Seealgenmehl, Alfalfa, Hagebutten, Brennessel, Schachtelhalm, Dill, Löwenzahn, Borretsch, Petersilie - alle möglichen Garten- und Wildkräuter Kleine Mengen, viel Abwechslung!
Öle: Fischöl, Hanföl, Distelöl, Olivenöl, Leinsamenöl, Borretschöl, Nachtkerzenöl, Lebertran (Vit. A u. D) - 1 Tl ein- bis zweimal pro Woche, vor allem im Winter
Vitamine: bei Stress oder Krankheit: Vit. C , Vit. E, Vit. K1 , evtl.
B-Komplex 1 - 2 mal pro Woche eine Prise Meeres- oder Kristallsalz
Lexikon der Bestandteile:
Rohprotein Muskeln, Wachstum,
Stoffwechselerhaltung
Rohfett Energie, Fell
Rohfaser Regulierung der Darmtätigkeit, Darmpflege
Rohasche Mineralstoffe (Mengen- und Spurenelemente)
NFE (Stärke) Energielieferant, pH-Stabilisierung im Darm
Calcium Knochen, Zähne, Blutgerinnung, Nerven
Phosphor Energietransfer, Knochengerüst
Magnesium Knochengerüst, Enzymsysteme, Energieübertrag
Natrium Wasserhaushalt, Muskelfunktionen, Nerven
Kalium Wasserhaushalt, Muskelfunktionen, Nerven
Lysin schwefelhaltige, essentielle Aminosäure
Methionin schwefelhaltige, essentielle Aminosäure
Zusatzstoffe
Vitamin A Sehvermögen, Wachstum, Haut
Vitamin D3 Wachstum, Knochen, Zähne
Vitamin E Schutzfunktion für Zellen
Vitamin B1 Kohlenhydratstoffwechsel, Nervensystem
Vitamin B2 Zellwachstum
Vitamin B6 Stoffwechsel
Vitamin B12 Bildung von roten Blutkörperchen
Vitamin C Collagensynthese für Knochen, Zahnfleisch
Cholinchlorid Leberfunktionen, Fettstoffwechsel
Calciumpantothenat Fettstoffwechsel
Nicotinsäure Zellstoffwechsel, Haut
Taurin Sehkraft (nur für Katzen)
Folsäure DNS, rote Blutkörperchen
Biotin Protein-, Fett- und Kohlehydratstoffwechsel
Eisen Muskelzellen, Sauerstofftransport-Proteine
Zink Proteinsynthese, Wundheilung, Fettstoffwechsel
Kupfer Collagen- und Knochenbildung, Haut, Fell, Blut
Mangan Nervensystem, Enzyme
Kobalt Vitaminsynthese
Jod Schilddrüse, Energieumsatz
Selen Schutzfunktion für Zellen
